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CMD

Taubheitsgefühl und Schmerzen im Gesicht bei CMD verstehen und lindern

PRIVATPRAXIS DR. KENT – SPEZIALISIERT AUF BESCHWERDEN, DIE IHREN URSPRUNG IM KIEFER HABEN

Ursachen erkennen, Zusammenhänge verstehen:
Untersucht werden die komplexen Wechselwirkungen zwischen Kiefergelenk, Muskulatur, Nervenbahnen und Nacken, um die Ursache von Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Missempfindungen im Gesicht gezielt zu identifizieren.

Ganzheitliche CMD-Therapie für nachhaltige Entlastung:
Durch einen interdisziplinären Behandlungsansatz werden zahnmedizinische Maßnahmen mit physiotherapeutischen und, bei Bedarf, psychotherapeutischen Elementen kombiniert. Ziel ist es, Nervenreizungen zu reduzieren, Fehlbelastungen zu korrigieren und die Beschwerden langfristig zu lindern.

Mehr Lebensqualität trotz CMD:
Eine individuell abgestimmte CMD-Therapie kann dazu beitragen, das Taubheitsgefühl und Schmerzen im Gesicht spürbar zu verringern und Ihnen wieder mehr Sicherheit und Wohlbefinden im Alltag zu ermöglichen, für ein Leben mit weniger Einschränkungen und mehr Lebensqualität.

CMD Leistungen Grafik

Quelle: Kent, H.: CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion (2023), S. 17

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Taubheitsgefühl im Gesicht? CMD als möglicher Auslöser

Sie verspüren ein Taubheitsgefühl, Schmerzen oder Kribbeln im Gesicht, ohne dass eine eindeutige Ursache erkennbar ist? Vielleicht haben Sie auch häufig Kopfschmerzen, Tinnitus, Sehstörungen,Nackenverspannungen oder sogar Schmerzen im Rücken- und Schulterbereich und bisher konnte Ihnen niemand erklären, woher all das kommt?

Was viele nicht wissen: All diese Symptome können auf eine häufig übersehene Ursache zurückzuführen sein, eine Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD. Dabei handelt es sich um eine Funktionsstörung im Kausystem, die weit mehr als nur den Kiefer betrifft.

Gerade bei unspezifischen neurologischen Symptomen wie Taubheit und Schmerzen im Gesicht oder Empfindungsstörungen im Kopfbereich denken Betroffene, und leider auch viele Ärzte, nicht sofort an den Kiefer. Doch genau hier kann der Ursprung liegen.

Was ist CMD?

Bei einer CMD handelt es sich um eine Fehlregulation im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Schädelknochen. Die Ursachen liegen oft im Verborgenen, die Auswirkungen dagegen spüren Betroffene eventuell im ganzen Körper. CMD ist kein rein zahnmedizinisches Problem, sondern ein komplexes Beschwerdebild mit vielfältigen Symptomen.

Viele Patienten suchen lange nach einer Erklärung für ihre Beschwerden. Denn CMD kann sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern: Kieferknacken, Kaumuskelschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder auch durch Taubheitsgefühle im Gesicht, die häufig nicht direkt mit dem Kiefer in Verbindung gebracht werden.

Die häufigsten Ursachen für CMD:

  • Zähneknirschen, Pressen oder Anspannung der Kaumuskulatur ohne Zahnkontakt(Bruxismus): Dauerhafte Überlastung des Kiefers, oft durch unbewusste Anspannung in der Nacht.
  • Fehlbiss oder Zahnfehlstellungen: Bereits minimale Unregelmäßigkeiten im Biss können zu muskulären Dysbalancen führen.
  • Stress: Anhaltender psychischer Druck überträgt sich häufig auf die Kiefermuskulatur und verschärft die Symptome.
  • Verletzungen oder Unfälle: Kiefertraumata, Schleudertrauma oder operative Eingriffe können CMD auslösen oder verstärken.
  • Haltungsprobleme: Kiefergelenk, Wirbelsäule und Becken stehen in enger Verbindung. Ein Beckenschiefstand beispielsweise kann sich bis zum Kopf auswirken.

CMD bleibt oft lange unentdeckt, weil die Symptome nicht immer direkt am Kiefer auftreten. Umso wichtiger ist eine ganzheitliche Diagnostik, die Zusammenhänge erkennt und den Menschen als System betrachtet, nicht nur einzelne Beschwerden isoliert.

Taubheitsgefühl im Gesicht – ein typisches CMD-Symptom

Viele CMD-Patienten berichten von einem diffusen, schwer einzuordnenden Kribbeln im Gesicht, meist begleitet von einem leichten Taubheitsgefühl. Diese Empfindungsstörungen treten nicht selten einseitig auf und können sich im Wangenbereich, an den Lippen oder rund um das Auge bemerkbar machen.

Ursächlich ist häufig eine Überreizung bestimmter Nerven, die durch muskuläre Fehlspannungen im Kausystem ausgelöst wird. Besonders relevant ist hier der Trigeminusnerv, der die sensiblen Reize aus weiten Teilen des Gesichts verarbeitet. Gerät er durch chronische Fehlbelastungen, etwa infolge einer unentdeckten CMD, unter Druck, kann sich das direkt auf das Empfinden im Gesicht auswirken. Diese Art der Symptomatik wirkt oft neurologisch, hat aber ihren Ursprung im Kiefer.

Triggerpunkte in der Kaumuskulatur als Auslöser von Taubheitsgefühl und Schmerzen im Gesicht

Unerklärliche Taubheitsgefühle und Schmerzen im Gesicht, Stirn- und Schläfenbereich, aber auch in den Zähnen lassen viele Patienten, Ärzte und Zahnärzte verzweifeln. Starke Medikamente werden verordnet, verdächtige Zähne behandelt und trotzdem bleiben die Beschwerden bestehen.

Der Grund: Triggerpunkte in der Kaumuskulatur als versteckte Auslöser werden nicht erkannt. Meist aus Unwissenheit. Dabei können sie durch einfache Techniken effektiv beseitigt werden.

In der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen werden Triggerpunkte mit einer modifizierten Akupunkturtechnik aus den USA, dem Wet Needling, schnell und unkompliziert therapiert.

Der Zusammenhang von CMD und Taubheitsgefühlen

Um den Zusammenhang zwischen CMD und neurologischen Symptomen wie Taubheitsgefühlen zu verstehen, muss man sich die komplexe Vernetzung von Muskulatur, Gelenken und Nerven im Kopf-Hals-Bereich genauer anschauen. Das Kiefergelenk liegt in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Nervenverläufen, insbesondere dem Nervus trigeminus und dem Nervus facialis.

Kommt es durch CMD zu chronischen Verspannungen oder asymmetrischen Bewegungsabläufen im Kiefer, kann dies zu einer dauerhaften Reizung dieser Strukturen führen. Das Resultat: Sensorische Störungen, Missempfindungen und teilweise sogar temporäre Ausfälle in der Gesichtswahrnehmung.

Was diese Symptome so tückisch macht: Sie wirken auf den ersten Blick wie klassische Nervenerkrankungen, die Ursache bleibt jedoch oft im funktionellen Bereich verborgen. Erst eine ganzheitliche Funktionsanalyse bringt hier Klarheit.

CMD – Verspannungen, Schmerzen und Taubheitsgefühle gezielt behandeln

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Verspannungen, Kopfschmerzen oder sogar Taubheitsgefühle im Gesicht trotz verschiedener Behandlungsansätze bestehen bleiben? Häufig liegt die Ursache im Kiefergelenk oder in der Kaumuskulatur – Zusammenhänge, die auf den ersten Blick nicht immer erkannt werden. Die Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen arbeitet mit fachlicher Expertise, wodurch diese komplexen Wechselwirkungen analysiert werden können und eine gezielte CMD-Therapie möglich ist, um Beschwerden nachhaltig zu lindern.

Sie erhalten nicht nur eine fundierte Diagnose, sondern auch ein individuell abgestimmtes CMD-Behandlungskonzept, das darauf abzielt, Schmerzen, Verspannungen und Missempfindungen langfristig zu reduzieren. Vertrauen Sie auf die Erfahrung der Spezialisten und gewinnen Sie ein Stück Lebensqualität zurück.

Diagnose: So wird CMD in der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen festgestellt

Wer unter Beschwerden wie Kieferknacken, Verspannungen, Kopfschmerzen oder Taubheitsgefühlen im Gesicht leidet und bisher keine klare Ursache finden konnte, steht oft vor einer langen Ärzte-Odyssee. Denn CMD gilt als das „Chamäleon“ unter den Krankheitsbildern: Die Symptome sind vielfältig, die Ursachen tief verwurzelt. Umso wichtiger ist eine präzise und ganzheitliche Diagnostik, wie sie in der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen zum Einsatz kommt.

Im Mittelpunkt steht dabei eine fundierte Anamnese, die deutlich über ein klassisches Arztgespräch hinausgeht. Durch gezielte Fragen und strukturierte Anamnesebögen werden sowohl körperliche als auch psychische Einflussfaktoren sichtbar gemacht. Dabei können Patientinnen und Patienten empfindliche Stellen direkt auf Körpergrafiken einzeichnen, ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel, um Zusammenhänge zu erkennen, die im Gespräch möglicherweise ungenannt bleiben würden.

Darauf folgt eine Kombination aus modernen diagnostischen Verfahren:

  • Fotostatus: Bildliche Dokumentation von Gesicht, Zähnen und Kieferstellung zur Beurteilung möglicher Asymmetrien, Fehlbelastungen oder Zahnabnutzungen.
  • Zwei-Waagen-Test: Ein einfacher, aber aufschlussreicher Test zur Überprüfung der Körperstatik. Zeigt sich eine deutliche Gewichtsverschiebung, kann dies auf eine Dysbalance im Kieferbereich hindeuten.
  • Klinische und manuelle Funktionsanalyse Hierbei werden Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Bewegungsabläufe präzise untersucht, auch auf kleinste Abweichungen oder Blockaden.
  • 3D Scan der Zähne zur Darstellung von Zahnverschleiß und Bissanomalien

Ein besonderes Merkmal der Diagnostik in der Praxis: Das Erstgespräch findet nicht auf dem Behandlungsstuhl, sondern auf Augenhöhe am Tisch statt. In dieser geschützten Atmosphäre wird nicht nur auf das Gesagte geachtet, sondern auch auf Mimik, Körpersprache und Bewegungsmuster, denn oft liefern genau diese Signale entscheidende Hinweise auf die Ursache der Beschwerden.

Am Ende steht keine Standardlösung, sondern eine individuell abgestimmte Diagnose, die als Basis für eine wirksame, nachhaltige Therapie dient. Denn: Nur wer den Ursprung seiner Beschwerden wirklich versteht, kann sie langfristig hinter sich lassen.

Behandlungsmöglichkeiten – Vorgehen in der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen

CMD ist keine Erkrankung mit einer schnellen Standardlösung, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus körperlichen, neurologischen und psychosozialen Faktoren. Die Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen in Bochum verfolgt daher einen strukturierten und ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, die Ursachen der Beschwerden präzise zu erkennen, Symptome gezielt zu lindern und Patienten langfristig zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.

Umfassende Diagnostik (Funktionsanalyse)

Den Ausgangspunkt bildet eine ausführliche Funktionsdiagnostik. Diese umfasst die klinische Untersuchung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur sowie, abhängig vom Befund, bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder MRT. Darüber hinaus werden die Bewegungsabläufe des Kiefers und funktionelle Zusammenhänge sorgfältig analysiert.

Individueller Behandlungsplan

Auf Basis der diagnostischen Ergebnisse wird ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept erstellt. Dieses kann verschiedene Behandlungsbausteine beinhalten, wie etwa Triggerpunkttherapie, eine diagnosespezifische Schienenbehandlung, physiotherapeutische Maßnahmen, muskuläre Therapien oder manualtherapeutische Verfahren, stets orientiert am persönlichen Beschwerdebild des Patienten.

Ganzheitlicher Therapieansatz

Im Fokus steht nicht allein die Linderung der Symptome, sondern die Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen. Neben zahnmedizinischen Maßnahmen werden auch Einflussfaktoren wie Stress, Fehlhaltungen oder alltägliche Belastungen berücksichtigt. Je nach Bedarf können ergänzende Verfahren wie Stressmanagement, Entspannungstechniken oder weitere entlastende Maßnahmen sinnvoll integriert werden.

Langfristige Betreuung und Nachkontrolle

CMD erfordert häufig eine begleitende Betreuung über einen längeren Zeitraum. Regelmäßige Kontrolltermine und eine fortlaufende Überwachung tragen dazu bei, den Therapieerfolg zu sichern und Rückfällen vorzubeugen.

Patientenaufklärung und Selbsthilfe

Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung ist die Aufklärung. Durch gezielte Information und Beratung wird ein besseres Verständnis für die eigene CMD gefördert und der Umgang mit wirksamen Selbsthilfemaßnahmen im Alltag erleichtert.

Warum Kunden Dr. Kent und Kollegen vertrauen

  • Internationale Expertise: Dr. Kent verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Behandlung von CMD. Als anerkannter Experte und Fachbuchautor verbindet er aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit modernsten Behandlungsmethoden.
  • Kompetenz durch Teamarbeit: Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams aus Zahnärzten, Ärzten und Physiotherapeuten. So ist sichergestellt, dass jede Therapie ganzheitlich geplant und professionell begleitet wird.
  • Angenehme und entspannte Umgebung: In der Praxis stehen Zeit, Ruhe und individuelle Betreuung im Mittelpunkt. Eine entspannte Atmosphäre schafft Vertrauen und ermöglicht eine Behandlung ohne Hektik.
  • Behandlung auf höchstem Niveau: Die Praxis arbeitet mit moderner Technik und orientiert sich konsequent an aktuellen wissenschaftlichen Standards. Das Ziel sind nachhaltige Ergebnisse und Zahnmedizin auf Spitzenniveau.

Die sechs Säulen der CMD-Therapie nach dem TEAMS-PLUS®-Konzept

Die CMD-Therapie nach dem TEAMS-PLUS®-Konzept basiert auf sechs zentralen Therapiebausteinen, die individuell kombiniert werden. Ziel ist es, Schmerzen, Verspannungen und funktionelle Störungen nachhaltig zu reduzieren und die Balance im gesamten Kausystem wiederherzustellen.

1. T – Triggerpunkttherapie

Ein wesentlicher Bestandteil ist die gezielte Behandlung schmerzhafter Muskelverhärtungen (Triggerpunkte) in der Kaumuskulatur. Diese entstehen häufig durch dauerhafte Anspannung und können benachbarte Nerven reizen. Die Folge sind ausstrahlende Symptome, die sich mitunter wie Zahnschmerzen anfühlen, obwohl die Zähne gesund sind. Je nach Befund kommen manuelle Techniken, Kältereize oder Triggerpunkt-Injektionen (TPI) zum Einsatz. Durch die gezielte Deaktivierung der Triggerpunkte lassen die Beschwerden oft unmittelbar nach, die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Ergänzend können Ohr- und Körperakupunktur eingesetzt werden, um Verspannungen weiter zu lösen und das Nervensystem zu regulieren.

2. E – Eigenübungen

Individuell angeleitete Eigenübungen sind ein zentraler Baustein der Therapie. Sie dienen der Lockerung, Dehnung und Entspannung der Kaumusku­latur sowie der Mobilisation der Kiefergelenke. Die Übungen lassen sich unkompliziert in den Alltag integrieren, zu Hause oder unterwegs. Zusätzlich kommen spezielle Koordinationsübungen zum Einsatz, die auf die Steuerung der Kaumuskulatur im Gehirn wirken. Ziel ist es, automatisierte Muster wie Pressen oder Knirschen zu durchbrechen. Wärme- oder Rotlichtanwendungen unterstützen die Muskelentspannung, während bei akuten Gelenkbeschwerden auch kurzzeitige Kühlung sinnvoll sein kann.

3. A – Aufbissschiene (Funktionstherapie)

Bei entsprechender Indikation wird eine individuell angepasste funktionstherapeutische Aufbissschienen angefertigt. Sie entlasten die Kiefergelenke, entspannen die Muskulatur und helfen, eine funktionelle Balance wiederherzustellen. Form, Material, Aufbisshöhe sowie Tragedauer richten sich stets nach dem individuellen Befund. In vielen Fällen kommt die in der Praxis entwickelte TEAMS-PLUS®-Schiene zum Einsatz, bei der die Frontzähne frei bleiben. Das sorgt für hohen Tragekomfort und ausreichend Zungenraum. Da nächtliche Schutzreflexe ausgeschaltet sind, werden Schienen meist nachts getragen. Sollte zeitweise ein ganztägiges Tragen notwendig sein, ermöglicht die Konstruktion eine uneingeschränkte Sprachfähigkeit.

4: M – Manuelle Therapie / Physiotherapie

Die zahnärztliche Funktionstherapie wird in den meisten Fällen durch eine spezialisierte physiotherapeutische Behandlung ergänzt. Entscheidend ist dabei die CMD-spezifische Qualifikation der Therapeut:innen.

Auf Basis einer detaillierten Überweisung erfolgt eine gezielte Behandlung nicht nur im Bereich von Kiefergelenken und Kaumuskulatur, sondern auch im Nacken- und Schulterbereich sowie, je nach Befund, im gesamten Bewegungsapparat. Funktionelle Zusammenhänge werden dabei stets mitberücksichtigt.

5. S – Selbstbeobachtung

Ein weiterer zentraler Therapiebaustein ist die bewusste Wahrnehmung eigener Gewohnheiten. Viele Patienten pressen oder knirschen tagsüber unbewusst mit den Zähnen – besonders in Stresssituationen. Dies führt zu einer dauerhaften Überlastung von Muskeln, Gelenken und Nerven.

Ziel ist es, einen entspannten Ruhezustand zu etablieren: Die Lippen sind geschlossen, die Zähne berühren sich nicht, die Zunge liegt locker im Mundboden. Zur Unterstützung erhalten Patienten visuelle Reminder, die im Alltag immer wieder an eine kurze Selbstkontrolle erinnern. Ergänzend geben wir Hinweise zu Ernährung, Kaugummikonsum und Schlafposition, um die Belastung weiter zu reduzieren.

6. PLUS – Ergänzende persönliche Einflussfaktoren

Je nach individueller Situation können zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein, um den Therapieerfolg zu beschleunigen oder zu stabilisieren. Dazu zählen unter anderem Akupunktur, Botulinum-Injektionen, Gelenkspülungen, Atem- und Entspannungsverfahren, psychotherapeutische Begleitung oder medikamentöse Unterstützung.

Welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, wird gemeinsam besprochen und sorgfältig auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.

Wann zum Arzt? Warnsignale frühzeitig erkennen

Viele Menschen leben über Jahre hinweg mit unspezifischen Beschwerden wie Verspannungen, Kopfschmerzen oder einem Ziehen im Kiefer, ohne je an eine ernstzunehmende Ursache zu denken. Die Symptome werden oft als „stressbedingt“ abgetan oder mit dem Alltag entschuldigt. Dabei sendet der Körper bereits klare Warnsignale, die auf eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) hinweisen können.

Diese Symptome sollten Sie aufmerksam machen:

  • Wiederkehrende Kopfschmerzen, besonders im Schläfen- oder Hinterkopfbereich
  • Nackenschmerzen oder Schulterverspannungen ohne klare orthopädische Ursache
  • Knackgeräusche im Kiefer, vor allem beim Kauen oder Sprechen
  • Zähneknirschen oder Pressen, meist nachts, oft unbewusst
  • Taubheitsgefühle, Schmerzen, Kribbeln oder Spannungsgefühle im Gesicht
  • Tinnitus oder Druckgefühle im Ohr
  • Schwindel oder Konzentrationsprobleme ohne neurologischen Befund

Auch scheinbar harmlose Symptome wie morgendliche Kieferschmerzen, eingeschränkte Mundöffnung oder das Gefühl, „nicht richtig zubeißen zu können“, können Hinweise auf eine CMD sein.

Je früher Sie handeln, desto besser lassen sich die Beschwerden lindern, bevor sich Folgeprobleme im Bewegungsapparat oder im Nervensystem manifestieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann CMD wirklich ein Taubheitsgefühl auslösen?

Ja, das ist sogar ein häufiger, aber oft unterschätzter Hinweis auf eine craniomandibuläre Dysfunktion. Durch muskuläre Verspannungen oder Fehlstellungen im Kieferbereich kann es zu einer Reizung oder Irritation des Trigeminusnervs kommen. Dieser Nerv versorgt weite Teile des Gesichts sensibel, wird er beeinträchtigt, sind Taubheitsgefühle, Kribbeln oder ein Spannungsgefühl im Gesicht typische Folgen. Gerade weil solche Symptome neurologisch wirken, wird der Kiefer als Ursache oft nicht erkannt.

Wie lange dauert die CMD-Behandlung?

Die Dauer einer CMD-Therapie ist individuell unterschiedlich, je nach Schweregrad, Ursachen und Mitbeteiligung anderer Körpersysteme. In der Regel erstreckt sich die Behandlung über mehrere Wochen bis Monate, wobei erste Verbesserungen oft schon nach wenigen Sitzungen spürbar sind. Entscheidend ist, dass nicht nur Symptome bekämpft, sondern auch die Ursache nachhaltig behandelt wird, etwa durch Schienen, manuelle Therapie, Eigenübungen oder begleitende Maßnahmen aus dem TEAMS-PLUS®-Konzept von Dr. Kent.

Welche Ärzte sind für CMD zuständig?

CMD ist ein interdisziplinäres Krankheitsbild, dennoch ist der erste Ansprechpartner immer ein Zahnarzt mit Spezialisierung auf Funktionsdiagnostik, wie Dr. Kent. Entscheidend ist, dass der behandelnde Arzt die Zusammenhänge im Kausystem erkennt und eine ganzheitliche CMD-Diagnostik anbietet, so wie in der Privatpraxis Dr. Kent & Kollegen in Bochum.