CMD
CMD Übungen zur gezielten Entlastung des Kiefers
Ein spürbarer Druck im Kieferbereich, ein Knacken beim Kauen oder wiederkehrende Kopfschmerzen: Wer von einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD, betroffen ist, kennt diese Symptome. In der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen steht dafür das eigens entwickelte TEAMS-Plus®-Konzept bereit, eine individuell abgestimmte, diagnosebezogene Funktionstherapie auf höchstem Niveau. Als wertvolle Ergänzung dienen hierbei gezielte CMD Übungen, mit denen Patienten aktiv zur Entlastung des Kiefers beitragen.
Erste Hinweise: Woran sich eine erhöhte Kieferspannung zeigt
Das Besondere und vor allem Komplexe an einer CMD ist, dass sie sich keineswegs nur im Kieferbereich bemerkbar macht. Die vielfältigen Symptome machen eine CMD zu dem Chamäleon unter den Erkrankungen, zu deren typischen Anzeichen unter anderem Folgendes zählt:
- Knacken oder Reiben im Kiefergelenk bei Mundbewegungen
- tastbare Verhärtungen im Kau- und Schläfenmuskel
- häufige Kopfsymptome
- Verspannungen im Nacken- oder Schulterbereich
- Zähneknirschen, Zähnepressen oder häufiges Anspannen der Kaumuskulatur auch ohne Zahnkontakt
Wann CMD Übungen empfehlenswert sind
Wenn eine oder mehrere dieser Beobachtungen zutreffen, ist die Durchführung von CMD-Übungen im Rahmen eines professionellen Behandlungskonzepts sehr empfehlenswert. Eine fundierte Diagnose oder zahnmedizinische Behandlung ersetzen sie jedoch nicht. In der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen werden unterstützende CMD-Übungen nach einer eingehenden Erstuntersuchung individuell abgestimmt und angeleitet.
Warum CMD Übungen wirken
Der Effekt auf Muskulatur und Durchblutung
CMD Übungen setzen an der Muskulatur an. Durch gezielte Impulse wird die Durchblutung der Kaumuskulatur angeregt, wodurch sich beanspruchtes Gewebe leichter regenerieren kann und sich verhärtete Bereiche lockern.
Der Effekt auf Koordination und Gehirn
Zugleich unterstützen Koordinationsübungen das Gehirn dabei, unbewusste Muster wie Anspannen der Kaumuskulatur, Pressen oder Knirschen wahrzunehmen und Schritt für Schritt zu verändern. Dieser Effekt beruht auf der Neuroplastizität des Gehirns, also seiner Fähigkeit, sich in jedem Lebensalter neu zu organisieren. Wird regelmäßig über mehrere Wochen geübt, wird ein altes Anspannungsmuster mit der Zeit durch eine neue, wohltuende Bewegungserfahrung überschrieben.
CMD Übungen als Säule des TEAMS-Plus®-Konzepts
Innerhalb des von Fachbuchautor Dr. Kent entwickelten TEAMS-Plus®-Konzepts haben Eigenübungen einen festen Platz, um die Behandlung maximal erfolgreich zu gestalten:
T – Triggerpunkttherapie zur schnellen Linderung
E – Eigenübungen für den Kiefer
A – Aufbissschienen, funktionstherapeutisch und diagnosebezogen
M – Manuelle Therapie durch spezialisierte Physiotherapeuten
S – Selbstbeobachtung und Verhaltensänderung
PLUS – alles Zusätzliche, das zur Linderung von Beschwerden beiträgt, etwa durch Stressbewältigung und aktive Maßnahmen im Alltag
Während die diagnosebezogenen TEAMS-Plus®-Spezialschienen sowie die manuelle Therapie in der Praxis und in Begleitung von Spezialisten stattfinden, ermöglichen CMD Übungen den Patientinnen und Patienten, auch zu Hause aktiv an der Entlastung mitzuwirken.
Gezielte Übungsbausteine im TEAMS-PLUS®-Konzept
Dr. Kent hat gemeinsam mit Physiotherapeuten ein umfangreiches Übungsprogramm zusammengestellt. In kompletter Form beanspruchen die Übungen etwa zehn Minuten täglich und lassen sich bei Bedarf ideal in zwei Einheiten morgens und abends aufteilen.
Das Programm umfasst aufeinander abgestimmte Elemente:
- Massage- und Lockerungsimpulse für Schläfen- und Kaumuskeln
- Koordinations- und Beweglichkeitsübungen für das sanfte Führen des Unterkiefers
- Zungenübungen, um die Zunge ebenfalls mehr ins Bewußstsein zu bringen
- Dehnungsübungen zur Erweiterung des Bewegungsspielraums
- Isometrische Kräftigung gegen sanften Widerstand, um die Muskulatur zu stärken, ohne die Gelenke zu belasten
Welche dieser CMD-Übungen im individuellen Fall ratsam sind und wie die korrekte Ausführung erfolgt, wird im Rahmen der ausführlichen Untersuchung am runden Tisch in der Praxis persönlich besprochen und demonstriert.
Selbstmanagement bei CMD
Das unbewusste Anspannen der Kaumuskulatur, ob mit oder ohne Zahnkontakt, das Pressen und das Knirschen im Wachzustand wird als Wachbruxismus bezeichnet. Ein wirkungsvolles Hilfsmittel hierfür ist die Selbstbeobachtung mit kleinen Erinnerungspunkten an Orten, auf die der Blick im Alltag häufig fällt – wie dem Smartphone oder dem Bildschirm.
Fällt eine dieser schädlichen Angewohneiten auf, steht eine wirksame Gegenübung bereit: Bei leicht geöffnetem Mund wird der Unterkiefer mit sanfter Kraft gegen die Faust gedrückt, ohne dass eine Bewegung stattfindet. Dies aktiviert die Mundöffner und wirkt der überaktiven Schließmuskulatur entgegen. In Behandlungspausen ist es zudem stets wohltuend, den Kiefer einfach leicht hängen zu lassen.
Atemübungen zur Beruhigung der Kaumuskulatur
Anspannung und Atmung stehen in engem Zusammenhang mit dem Kiefer. Eine flache Atmung hält den Körper unter erhöhter Grundspannung.
Die sogenannte 1:2-Atmung, bei der die Ausatmung bewusst doppelt so lang gestaltet wird wie die Einatmung, unterstützt die Aktivierung des Parasympathikus – des Teils des Nervensystems, der für Erholung zuständig ist. Auch die Gewöhnung an die reine Nasenatmung wirkt sich günstig auf die Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden aus.
CMD-Übungen als Bestandteil einer ganzheitlichen Behandlung
Für einen spürbaren Effekt kommt es vor allem auf die Kombination und Regelmäßigkeit der CMD-Übungen an. Empfehlenswert ist eine tägliche Durchführung über 100 Tage, wobei jede Bewegung stets kontrolliert nur bis zum individuellen Schmerzpunkt und, sofern vorhanden, bis zum Knackpunkt auszuführen ist.
In der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen wird das TEAMS-Plus®-Konzept eingesetzt, um Symptome nicht isoliert zu betrachten, sondern im Kontext einer ganzheitlichen Diagnose zu behandeln. Die eigenständig durchführbaren CMD-Übungen bilden dabei einen wertvollen Baustein für nachhaltige Gesundheit und Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen zu CMD Übungen
Wie oft sollten CMD Übungen durchgeführt werden?
Für einen spürbaren Effekt ist regelmäßiges, am besten tägliches Üben über mindestens 100 Tage ratsam. Nur dann ist sicher gewährleistet, dass die bisherigen Gewohnheiten überschrieben werden und der Bruxismus nachlässt.Im Rahmen einer Untersuchung in der Privatpraxis für Zahnmedizin Dr. Kent und Kollegen wird die Übungsfrequenz individuell abgestimmt.
Wie schnell zeigen CMD Übungen Wirkung?
Für eine spürbare Linderung von Symptomen ist in der Regel eine konsequente Anwendung über 100 Tage erforderlich. Entscheidend ist die tägliche Durchführung.
Ersetzen CMD Übungen eine funktionstherapeutische Aufbissschiene?
Nein. Übungen und eine diagnosebezogene TEAMS-Plus®-Spezialschiene ergänzen sich. Welche Kombination im individuellen Fall empfehlenswert ist, klärt eine eingehende Erstuntersuchung in der Praxis.
Für wen sind CMD Übungen geeignet?
CMD Übungen sind für Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter craniomandibulärer Dysfunktion ebenso wie zur Vorbeugung bei ersten Spannungsgefühlen geeignet. Eine fundierte Einschätzung des Befundes erfolgt im Rahmen der Erstuntersuchung in der Praxis.
Was unterscheidet die Übungen des TEAMS-Plus®-Konzepts von klassischen CMD Übungen?
Das TEAMS-Plus®-Konzept betrachtet CMD Übungen als eine von mehreren Säulen und verbindet sie mit funktionstherapeutischen Spezialschienen, manueller Therapie durch spezialisierte Physiotherapeuten und gezielter Selbstbeobachtung zu einem ganzheitlichen Behandlungsansatz.
